Urlaubsgrüße aus der Mainspitze

Die schönsten Ecken von Bischofsheim, Ginsheim, Gustavsburg und der Region

„Warum in die Ferne schweifen?“ – frage ich mich oft an Sommertagen wie z.B. am letzten Wochenende, wenn ich an unseren Ufern oder Biergärten Menschen treffe, die mindestens genauso glücklich aussehen, wie Urlauber in der Karibik. Die fröhlichen Gesichter machten mich neugierig: Ich wollte wissen, welchen Freizeitaktivitäten die Leute aus Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg im Sommer nachgehen und fragte nach. Interessant ist, dass viele in unserer Region bleiben und um ihr Freizeitziel zu erreichen weder ÖPNV noch das Auto brauchen. Das ist nicht nur spannend, sondern inspirierte die Redaktion zu einem Geschenklein, welches jeder Zeitung beiliegt.

Axel S.

 

Seit fast einem Jahr erscheint unsere Zeitung. Erst als Online-Variante, dann gedruckt für Ginsheim-Gustavsburg und jetzt liegt „Neues aus der Mainspitze“ sowohl in Bischofsheim, als auch in GiGu in jedem Briefkasten. Mit der heutigen Ausgabe verabschieden wir uns nicht nur in die Sommerpause, sondern wir sagen DANKE! Wir schätzen sehr, wie offen ihr der neuen Zeitung gegenübersteht und uns mit Beiträgen, Werbeanzeigen und Input unterstützt. Als kleines Geschenk liegt dieser Ausgabe ein Bogen mit vier Postkarten bei, die zeigen, wie schön es ist, in unserer Region zu leben! Viele Orte der Mainspitze lassen am Wasser, auf Wegen, in Parks, auf Dämmen, in Wäldern, in Biergärten, in Restaurants und Cafés Urlaubsfeeling aufkommen. Wir sind uns sicher: Es gibt weitaus mehr Gründe, als nur Corona um seine Urlaubstage in Bischofsheim, Ginsheim oder Gustavsburg zu genießen! – Und wer seine heimischen Ferienmomente mit Freunden und Verwandten teilen möchte, findet unter den vier Postkarten vielleicht das geeignete Motiv.

Die Postkarten zeigen Bilder des Ginsheimer Fotografen Michael Arnold, der jährlich – pünktlich zum Jahresende – einen eigenen Kalender heraus gibt. Seine bevorzugten Motive sind Landschafts- und Architekturaufnahmen. 

 

„Laaft net fort“ – flaniert, radelt und sonnt euch vor Ort …

… könnte man analog zum Slogan der Gewerbevereine der Mainspitze denken, wenn man sich mit Leuten aus Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg über Freizeitaktivitäten unterhält. Der Originalslogan „Laaft net fort! – kauft, esst und trinkt vor Ort!“ stammt übrigens aus der Feder des Hoti-Events-Veranstalters Holger Schneider. Wer ihn nicht von Comedyabenden aus dem Bischofsheimer Bürgerhaus kennt, hat ihn in letzter Zeit vielleicht mit seiner Drehorgel gesehen. Er verbringt z.B. Sommertage, indem er mit seinem Instrument im Bischofsheimer Seniorenpark für gute Laune sorgt.

 

Große Fans der Rheinradwege sind Yvonne König und Christian Märker – den meisten bekannt als Chefin der Frischetheke und Inhaber des Gustavsburger REWE Christian Märker. Die Familie schätzt vor allem den Weg am Altrhein über Astheim, Trebur nach Gernsheim und zurück. „Dort gibt es schöne Stellen zum Pausieren und Natur-Genießen“, sind sich Yvonne und Christian einig.

 

Nicht daneben, sondern auf dem Wasser genießt Julia Molter, Administratorin der Facebook Gruppe Ginsheim-Gustavsburg ihre Freizeit. Ihr Hobby ist das Stand up Paddeln – kurz: Sup’en! Wenn man sie mit ihrem weiß-pinken Board Richtung Ufer laufen sieht weiß man, es geht wieder auf Tour. Bis zu 17 km legt sie auf Altrhein, um die Nonnenau bis zu Bleiaue zurück und schätzt dabei vor allem das Freiheitsgefühl. Natürlich ist sie bei ihren Touren mit einem speziellen Gürtel mit Leash und einem „Restube“ (eine Art Wasser-Airbag) gesichert.

 

Bei Svenja Neuroth, die beim TV Gustavsburg junge Tanzgruppen trainiert, stellt sich Urlaubsfeeling am Gustavsburger Mainufer ein. „Wenn ich von zu Hause loslaufe, bin ich in wenigen Minuten wie in einer anderen Welt. Besonders mag ich den Sandstrand unterhalb der Mainbrücke, die nach Kostheim führt. Hier kann ich herumliegen, mich sonnen und mir neue Tanzchoreografien ausdenken“, sagt sie.

 

Die Pfarrerin der evangelischen Kirche Bischofsheim Katharina Meckbach schätzt den einmaligen Ort, an dem Rhein und Main ineinander fließen. „Die Mainspitze hängt für mich mit dem jährlich stattfindenden ökumenischen Emmausgang der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zusammen. Mainspitze heißt für mich: Gemeinsam einen Weg von Bischofsheim nach Gustavsburg an die Mainspitze gehen, gemeinsam picknicken und den Blick über den Rhein und Main bis nach Mainz schweifen lassen. Hier kann ich beim Klang des Wassers die Seele baumeln lassen und neue Ideen entwickeln“, so die Pfarrerin.

 

Ein großer Fahrrad-Fan ist der Gründer und Administrator der Facebook-Gruppe „Bischem – Bischofsheim“ Matthias Thon. Neben kleinen Feierabendtouren über Bauschheim, nach Ginsheim bis zur Gustavsburger Mainspitze, bei denen er gerne im Biergarten am Burgpark einkehrt, fahren er und seine Frau Sonja schon auch mal nach Frankfurt, Rüdesheim oder Darmstadt und zurück. 90 km an einem Tag sind dabei kein Problem!

 

Sein Ginsheimer Kollege Markus Späth (der Herr mit der Hundezunge im Ohr), der die Facebook-Gruppe „Ginsheim-Gustavsburg“ ins Leben rief, freut sich an Sommertagen besonders auf Ausflüge mit seiner Frau Daniela, seinen Töchtern Lia und Leni und dem Hund Charlie. Ein beliebtes Ziel der Familie ist das Hofgut auf der Insel Nonnenau. Sie fahren mit der Fähre Johanna hinüber, sind nach einem Spaziergang von etwa 25 Minuten durch das herrliche Naturschutzgebiet, vorbei an

Apfel-, Birnen- und Mirabellenbäumen dort und freuen sich über kühle Getränke, leckeres Essen, den Blick auf den Rhein, den Sandstrand und vieles mehr.

Ebenfalls ein großer Fan der Ginsheimer Rheinauen ist der Vorsitzende der SKG Ginsheim Klaus Metzger. Er nimmt allerdings etwas andere Wege. Sein Tipp: „Mit dem Rad von GiGu über den Steindamm, zurück über die Auen und dann nicht über das Hofgut Langenau (Kreuzer), sondern den Wirschaftsweg entlang des Altrheins vorbei an den alten Eichen (Naturdenkmäler) zurück zur Fähre fahren.

 

Ein begeisterter Radfahrer ist auch Landrat Thomas Will. Gemeinsam mit seiner Frau Carmen und seinen Euroradlern erschloss er sich per Rad viele Teile Europas. Für Fahrradtouren im Rhein-Main-Gebiet hat er einen besonderen Tipp: „Der Opelsteg – eine 1 km lange Stahlkonstruktion in Höhe des Rüsselsheimer Opelwerks – schließt die frühere Lücke des Mainradwegs und gibt einen hervorragenden Eindruck des Kreises zwischen Industriekultur und Flusslandschaft. Wer die neue Strecke von Bischofsheim am Main entlang nach Rüsselsheim noch nicht kennt, sollte sich mal auf Rad schwingen.“

 

Sportlich verbringt die Sport- und Jugendwärtin des SV 07 Bischofsheim Anne Lenhard ihre Freizeit auf der Insel Nonnenau. Für ihre Yoga-Auszeiten zieht sie sich beim Sonnenaufgang oder in der Abenddämmerung an entlegene Orte auf der Insel zurück. „Ich liebe die Symbiose aus Ruhe, Natur und dem Plätschern des Wassers“, so Anne. 

 

Joggen ist eine Leidenschaft der Herausgeberin dieser Zeitung Frauke Nussbeutel. Sie trifft sich gegen fünf Uhr morgens mit ihrer Nachbarin Jenny Silz (stellvertretende Leiterin der Kita „Mainpiraten“). Gemeinsam laufen sie über die Eisenbahnbrücke nach Mainz, dann am Rheinufer entlang, überqueren die Theodor-Heuss-Brücke und joggen über die Maaraue zurück nach Gustavsburg. 

 

Nach Rüsselsheim in den Ostpark verschlägt es regelmäßig Claudia Weiß-Kuhl, die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Gustavsburg. „Ententeich, Kletterwand, Tier-und Vogelgehege, Disc-Golfanlage. Wald- und Wasserspielplätze, Biergarten , Liegewiesen, schöne Fahrrad- und Spazierwege und jede Menge Wald. Das alles an einem Ort. – Dieser Weg lohnt sich immer!“, so die Pfarrerin.

 

Sonja Ritz, Leiterin der Tafel GiGu und ihr Mann Wilfried, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Ginsheim spazieren gerne mit ihrem Hund Jacky die Ginsheimer Uferpromenade entlang. Dass die beiden Spaziergänge an Rheinufern schätzen, wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

 

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor René Gitter unternimmt mit seiner Frau Sabrina und seinen Kindern Magdalena und Jonathan gerne das, was er auch als Kind liebte. Hoch im Kurs steht Rollschuh-, Inliner- oder Skateboard fahren! Gerne kombiniert die junge Familie dies mit Spielplatzbesuchen, einem Picknick oder auch mal einem Eis, das der Papa auch dann spendiert, wenn sein Sohn Jonathan, um ihn zu necken, mal wieder statt des Feuerwehr- das Polizei-T-Shirt angezogen hat :-)

 

Klimmzüge, Balancen, Dehnübungen – Andrea Engler (Vorsitzende der Freunde der Burg-Lichtspiele) wohnt in Ginsheim und genießt ihre Sommerfitness auf dem Trimm-Dich-Pfad im Bauschheimer Wald. „Selbst bei strahlendem Sonnenschein ist es im Wald angenehm kühl. Ich liebe es, den Pfad entlang zu laufen, die Übungen zu trainieren und dem Rauschen der Bäume zu lauschen“, so Andrea.

 

Vielleicht enthalten die aufgezählten Freizeitaktivitäten Inspiration für die Gestaltung eures Sommers in der Mainspitze. Eventuell fiel euch beim Lesen aber auch ein persönlicher Geheimtipp ein, den ihr mit den Menschen aus Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg teilen wollt. Wenn dem so ist, freuen wir uns über eure Nachricht unter redaktion@gigutogo.de.

 

Wir wünschen euch schöne Sommertage und freuen uns auf ein Wiederlesen bei der ersten Ausgabe nach der kleinen Sommerpause am 10. September. Bleibt gesund und „Laaft net fort!“ 

 

Andrea, Frauke und Axel


Alle, die sich über die Ansichtskarten freuen, aber durch das zustellungsbedingte Zusammenrollen der Zeitung jetzt verformte Postkarten in der Hand halten, können sich per E-Mail (team@gigutogo.de), Telefon (06134/507 96 99) oder WhatsApp (0179/42 7 42 42) an uns wenden. Gerne bringt euch unserer Fahrradkurier Gerd Schiel, leidenschaftlicher Radler (und ehemaliger Schulleiter) ein weiteres Postkarten-Ensemble vorbei. Natürlich nur, solange der Vorrat reicht :-)




Text: Redaktion // 16.07.2020