Die Bauernbrücke über den Schwarzbach

Gibt es noch andere Wege zur Neuau?

Aufgrund eines Gutachtens aus dem Jahr 2019 darf die Bauernbrücke nicht mehr mit PKW oder schwereren Fahrzeugen befahren werden. Das Thema der „geschlossenen“ Brücke berührt die Menschen, denn die Verbindung zur Neuau, die seit Installation des roten Pfostens durch die Stadtverwaltung nicht mehr von Fahrzeugen genutzt werden kann, sorgt für zahlreiche Probleme: Die auf der Neuau lebende Familie kommt nicht mehr über diese Brücke mit PKW zu ihrem Haus, die Streuobstwiesen und landwirtschaftlichen Flächen können nicht mit Traktoren bewirtschaftet werden. 

Gibt es andere Möglichkeiten, um mit Fahrzeugen auf die Neuau zu gelangen? Ja, aber diese sind wenig praktikabel. Nutzbar ist theoretisch der Weg über die Sperrtorbrücke (Spaziergängern und Radfahrern bekannt) oder ein Umweg über Trebur von rund 12 km. Gerade letzterer gestaltet sich für landwirtschaftliche Fahrzeuge mit Schlepper und Co. allerdings schwierig, zumal dabei über zahlreiche fremde Grundstücke gefahren werden müsste.

Diskutiert werden derzeit lang- und kurzfristige Lösungen. Eventuell lasse sich auf die Schnelle per Gutachten eine Überfahrt für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ermöglichen, was der auf der Neuau lebenden Familie die Nutzung per PKW wieder möglich machen würde. Um Landwirten den Überweg mit Traktoren und schwerem Gerät zu ermöglichen, benötigt es aber eine Brücke mit deutlich höherer (bescheinigter) Traglast und entsprechender breite. Hier käme z.B. ein Neubau der Brücke in Frage, für den allerdings rechtliche Fragen, wie Besitzverhältnisse geklärt werden müssen, was zusätzliche Zeit kostet und für politische Diskussionen sorgt. 

Neues aus der Mainspitze hält die Daumen, dass sich Protagonisten der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung wieder einmal als Brückenbauer erweisen und damit den Weg zur Neuau für alle ebnen.



11.03.2021