Ein Jahr mit der Drehorgel

Holger Schneider erleiert 6000 € für die Tafel

Drehorgelspieler Holger Schneider aus Bischofsheim ist unterwegs. In der Mainspitze und darüber hinaus – und das seit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020. Allein im Seniorenpark in Bischofsheim spielte er über 30 Konzerte, aber auch in Altenheimen in Trebur, Rüsselsheim und Mainz versüßte er den Alltag der Leute. Seine Idee: Den Menschen Mut machen. So startete er seine Drehorgel-Aktion vor ziemlich genau einem Jahr mit seinem „Mut-Macher-Video“ auf Facebook, bei dem er „Heile, heile Gänsje“ auf seiner Drehorgel zum Besten gab. Seitdem überrascht Holger regelmäßig alle, die ihn fragen, ob er nicht auch zu ihnen kommen könnte, mit einem spontanen: „Klar, wenn ich Zeit hab – gerne!“ – und das, ohne Geld zu fordern. „Meine Idee war, die Leute mit Musik auf andere Gedanken als Corona zu bringen. Darauf, dass mir die Menschen Geld in den Hut werfen wollten, war ich gar nicht eingestellt. Jetzt habe ich immer einen Spendeneimer dabei und sammle die Spenden für die Tafel der Mainspitze, weil die einen tollen Job machen“, so Holger Schneider.

Seine Drehorgel erbte Holger von seinem Vater Karl-Heinz, der 2010 starb. Sentimental erinnert er sich daran, wie er das Instrument an der Trauerfeier mit „Ave Maria“ erklingen ließ. Auch damals ging dem „ersten“ Orgelspiel – wie auch im März 2020 – eine kleine Reparatur der Drehorgel voraus, für die er nach Dinkelsbühl zur Orgelmanufaktur fuhr. Kein Wunder also, dass Holger in seiner Drehorgel musikalische Hoffnungsbotschaften sieht und schön, dass er diese mit der Gemeinschaft teilt. 

Wer für sich oder andere Interesse an einem kleinen Dreorgelkonzert hat, darf sich gerne bei Holger Schneider (hoti-events@t-online.de) melden.



08.04.2021