Herzlichen Glückwunsch Marie Stotz

Bewohnerin des Bischofsheimer Seniorenparks wird 100

„Es ist nicht anders, als 99 zu werden“, sagt Geburtstagskind Marie Stotz, die sich sichtlich wohl fühlt. Am Dienstag besuchte ich sie im Bischofsheimer Seniorenpark. Neben ihrem Sohn, dem Heimleiter, der Sozialdienstleiterin und ihrer Alltagsbegleiterin kam auch Drehorgelspieler Holger Schneider für ein Mini-Konzert vorbei.

Gedacht, dass sie einmal das 100. Lebensjahr vollendet, habe sie nie. „Alle sagten früher zu meiner Mutter »die bringst du nicht groß«, so winzig war ich“, erinnert sich Marie. Auf die Frage, was man machen muss, um in ihrem Alter noch so fit zu sein, reagiert sie schmunzelnd. „Ich habe immer Milch getrunken. Als ich als junge Frau im bayrischen Wald meinen Arbeitsdienst verrichtete, wurde ich oft gefragt, was ich mit nach Hause nehmen möchte. Ein Bier oder etwas anderes. Auch damals entschied ich mich immer für Milch“, so das Geburtstagskind.

 

Überrascht wurde sie an ihrem 100. Geburtstag, der bereits am 24.03. stattfand, vom Sozialteam des Seniorenparks. Sie dekorierten liebevoll einen Raum und sorgten für ein Geburtstagsessen der besonderen Art. Sauerbraten, Rotkohl und Knödel hatte sich Marie gewünscht und ihr Wunsch wurde samt einer Schwarzwälderkirschtorte erfüllt.

„Es ist uns sehr wichtig, den Bewohnern stets das Gefühl zu geben, beachtet zu werden. Dazu gehört, dass sie in Zeiten von Corona nicht alleine gelassen werden. Hier sorgen unsere Alltagsbegleiter für eine wichtige Ansprache. Sie kümmerten sich auch um die Feier für Frau Stotz“, berichtet Heimleiter Heiko Böttcher.

Großer Dank und ein ausdrückliches Lob an das Team des Seniorenparks gibt es auch von Manfred Stotz, Maries Sohn, dem sie im Alter von 28 Jahren das Leben schenkte. Er sei sehr zufrieden mit der Betreuung und seine Mutter fühle sich sehr wohl. Dabei denkt er auch positiv an die Zeit vor 2017 zurück, als seine Mutter lediglich die Kurzzeitpflege in Anspruch nahm. Sie lernte so den Seniorenpark schätzen und freute sich richtig auf die Kontakte. Als ihr 2017 ein Zimmer angeboten wurde, sagte sie ja.

Besonderen Spaß hat die Hundertjährige am Lesen und Fernsehschauen. Vor allem Filme, in denen sie die von ihr geliebten Berge sieht, gefallen der gebürtigen Egerländerin.

Am Ende des Interview schaffte es Marie noch, mich mit ihrer letzten Antwort zu berühren. Auf die Frage, was sie sich wünsche, sagte sie: „Wenn ich sterben muss, möchte ich, dass es schnell geschieht und ich nicht leiden muss. Das ist mein Wunsch.“

Axel S.


Für das Zeitungsinterview sorgte das Team des Seniorenparks mit einem Corona-Antigenschnelltest sowie Hygiene- und Abstandsregeln verantwortungsvoll für größtmögliche Sicherheit.  Mit diesen Maßnahmen ermöglicht der Seniorenpark auch sichere Besuche von Angehörigen und wird dabei von der Bundeswehr bei den Coronatests unterstützt.




08.04.2021