Von der Mainspitze nach Thailand

Bischofsheimerin baut Förderkreis für internationalen Freiwilligendienst in Thailand auf

Jessica Janine Hein ist 19 Jahre alt, schließt in wenigen Wochen die Schule ab und möchte nach dem Abitur für ein Jahr einen sogenannten „internationalen Jugendfreiwilligendienst“ – kurz: IFDJ – in Thailand absolvieren. Obwohl diese Art des Austauschs staatlich gefördert ist, wünschen die Organisationen – in diesem Fall der „AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.“ – dass sich die Jugendlichen mit einem Eigenanteil an den Kosten beteiligen, den sie über den Aufbau eines sogenannten „Förderkreises“ erwirtschaften. Bis Mitte September – da startet Jessica Janines Flieger nach Thailand – hat die Schülerin nun Zeit, für sich zu werben und ihren Eigenanteil von 3.900 € zu sammeln.

 

„Ich kenne niemanden sonst, der ein Auslandsjahr macht, was vielleicht an Corona hängt. Die meisten studieren oder starten eine Ausbildung“, erzählt Jessica Janine Hein, die sich auf neue Erfahrungen in einem anderen Land freut. „Thailand reizt mich besonders, weil ich noch nie in Asien war. Dort werde ich in einer Schule eingesetzt. Ich bin gespannt, mich selbst besser kennenzulernen“, so die 19-jährige.

Als Vorbereitung auf ihren Jugendfreiwilligendienst besucht Jessica Janine nach ihrem Abitur im Juni vorab drei Seminare, die jeweils vier Tage dauern und arbeitet an ihrem Förderkreis. „Das Geld für den Auslandsaufenthalt soll nicht von reichen Eltern oder so kommen. Man soll selbst zeigen, dass man das wirklich will. Ich spare schon länger, weil ich ohnehin vor hatte, nach dem Abi zu reisen“, so die Schülerin, die sich eigeninitiativ an unsere Zeitung wandte. Unterstützen kann den Auslandaufenthalt von Jessica Janine Hein jeder, der ihr internationales, ehrenamtliches Engagement als unterstützenswert erachtet. Eine Überweisung auf das angegebene Konto mit dem Hinweis »IFDJ – Thailand« genügt. Informationen über die Organisation gibt‘s unter www.afs.de.

Auf die Frage, ob sie Angst vor ihrem Trip nach Thailand hat, antwortet Jessica Janine mit einem klaren nein. „Natürlich löst die Ungewissheit rund um die Familie, in die ich komme, die Wohnsituation, die Arbeit usw. Respekt bei mir aus, aber die Freude überwiegt“, so die Schülerin. 

Wer vermutet, dass Jessica Janine das Auslandsjahr wählt, weil ihr ein alternativer Plan in Sachen Berufswunsch fehlt, irrt sich übrigens. „Ich möchte eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin machen“, sagt sie und denkt dabei dankbar an Herrn Jucht, einen Lehrer der IGS-Mainspitze zurück, bei dem sie das Wahlfach „Ernährung“ besuchte. Laut lachen muss sie auf meine Frage, ob sie sich denn immer gesund ernähre. Ihre Antwort: „Also ich weiß, wie man sich gesund ernährt“.

Wer Jessica Janine virtuell bei ihrem internationalen Jugendfreiwilligendienst begleiten möchte, sollte sich die Website ihres Blogs (www.jeja.de) abspeichern. Dort wird sie in einer Art Tagebuch ihre Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungen – international verständlich auf Englisch – niederschreiben.

 

Ich ziehe meinen Hut vor Jessica Janines Sprung ins Kalte Wasser und wünsche ihr, dass sie auf ihren Unterstützungsaufruf viele positive Rückmeldungen und Spenden erhält. Die für ein solches Auslandsjahr nötige Persönlichkeitsstruktur scheint die junge Frau schon im Gepäck zu haben.

Axel S.


Konto für Unterstützer-Überweisungen von Jessica Janine Hein 

DE53 5086 2903 0002 6021 64 Bei Fragen freut sich Jessica Janine über eure E-Mails unter jeja.hein@gmail.com




20.05.2021