Gefährliche Stelle für Radfahrer

Vorsicht beim Seitenwechsel „Am Kupferwerk“!

Der Gustavsburger Rolf Mayer ist als begnadeter Organist und Pianist in der gesamten Region durch das Begleiten von Gottesdiensten oder eigenen Konzerten bekannt. Um von A nach B zu kommen, verzichtet er gerne auf das Auto und nutzt sein vertrautes Fahrrad mit Ledersattel ohne Elektroantrieb. Bei seinen regelmäßigen Fahrten von Gustavsburg nach Bischofsheim fiel ihm auf, dass nach und nach Verkehrsschilder und Bodenmarkierungen angebracht wurden. Das Ziel: Radfahrer zum Wechsel auf die andere Straßenseite zu bewegen. Auch wenn Rolf Mayer die Maßnahme nachvollzieht und in Ordnung findet, fallen ihm an der Kreuzung in Höhe der Bushaltestelle „Am Kupferwerk“ immer wieder gefährliche Verkehrssituationen auf, bei denen Autofahrer Radler übersehen. Eine Beobachtung, die zur Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer Öffentlichkeit verdient.   

Wer mit dem Rad von Gustavsburg nach Bischofsheim möchte, nutzt meistens die Auffahrt neben dem Friedhof in der Albrecht-Dürer-Straße. Sie führt übers „Kupferwerk“ auf die Mainzer Straße, die nach Bischofsheim mündet. Der Knackpunkt: Durch den Radweg gelangt man auf die linke Straßenseite. Weil aber der komfortable, breite Radweg in Höhe der Bushaltestelle endet und Radlern für den weiteren Weg nur ein schmaler Seitenstreifen mit Gegenverkehr bleibt, ist es aus Sicherheitsgründen notwendig, die Straßenseite zu wechseln, um auf der „richtigen“ rechten Straßenseite die Radreise fortzusetzen. 

„Die Hinweise kamen nach und nach“, erinnert sich Rolf Mayer. „Erst kam das Schild »nicht geradeaus weiter fahren«, dann wurde der Boden markiert und dann das Fahrverbotsschild für Fahrräder montiert.“ 

Gefährlich wird es nun, wenn Radler die gut sichtbaren Hinweise beachten und dabei von Autos übersehen werden. Und das passiert leicht. „Mein Eindruck ist, dass Autofahrer hier weder leichtfertig unterwegs sind, noch ungenau schauen. Sie rechnen einfach nicht mit Fahrradfahrern“, berichtet Rolf von seinen Erfahrungen. „Gerade für Fahrzeuge, die aus dem Industriegebiet bzw. vom Lidl-Markt kommen, werden Radler, die die Straße überqueren quasi zu Gegenverkehr, mit dem sie nicht rechnen“, so Rolf, der mit dem Überqueren mittlerweile so lange wartet, bis kein Auto mehr kommt.

 

Indem sich Rolf Mayer an unsere Zeitung wandte, möchte er Auto- und Radfahrer auf die Situation aufmerksam machen und nicht auf irgendjemanden schimpfen. „Der Seitenwechsel für Radler ist notwendig. Wünschenswert ist noch eine Beschilderung oder rote Radwegmarkierung, die Autofahrer mit Radlern rechnen lässt“, so der Gustavsburger.

Axel S.



03.06.2021