Vorbeigehen – unmöglich!

Mitglieder des Dampfbahnclubs sorgen im Burgpark für staunende Gesichter

Nicht schlecht staunte ich, als ich am vorletzten Sonntag (20.6.) eine Gruppe von Herren auf Modellen von historischen Dampffahrzeugen im Burgpark herumfahren sah. Spontan dachte ich, „die haben sich einfach mit viel Geld all das gekauft, was sie als Kinder gerne besessen hätten“ – aber weit gefehlt. Bei den fünf Herren handelte es sich um Mitglieder und Freunde des Dampfbahnclubs Rhein-Main, die sich aufgrund von Corona noch nicht auf dem Vereinsgelände, aber in unmittelbarer Nähe treffen. Die aufsehenerregenden Fahrzeugen waren keine Kinderspielzeuge die durch Elektromotoren mit Akku fuhren, sondern echte, voll funktionstüchtige Nachbauten von dampfbetriebenen Gefährten – alle von den Herren selbst gebaut. „Ich bin von Beruf Werkzeugmacher“, erzählt Gerhard Rogen, der gerade an seinem Dampf-LKW arbeitet. Neben fahren ist das rote Gefährt von Werner Schleidt zusätzlich in der Lage, zwölf Meter weit Wasser zu spritzen, denn es handelt sich um das Feuerwehrfahrzeug „Merryweather Steam Fire Engine von 1906“, wie Werner erklärte. Ein Gemeinschaftsprojekt von Jürgen Stein und Stefan Domek ist „The Garrett“ – ein Fahrzeug, was mich durch den Schornstein stark an eine Dampflokomotive erinnert. 

Wer durch den Burgpark spaziert, sollte die Augen aufhalten, wenn dieses Team von Dampffahrzeug-Experten wieder zusammentrifft. Die Herren treffen sich spontan in unregelmäßigen Abständen. Zuschauen ist erlaubt, Staunen garantiert und für Fragen sind die Herren jederzeit offen.

Axel S.



01.07.2021