Kultursommer Ginsheim-Gustavsburg

Ohne Weinspitze, trotzdem gut!

Tino Aigner vom Kulturbüro bei letzten Vorbereitungen im Garten der Villa Herrmann

Auch wenn Corona die Planung von Events nicht leichter machte, freut sich das Team des Kulturbüros Ginsheim-Gustavsburg, sechs Veranstaltungen von Kino über Konzerte bis hin zu Kabarett im Sommer auf die Beine zu stellen. „Kultursommer light“ nennt die Stadtverwaltung die Reihe mit Draußen- und Drinnen-Events, die in den „Kultursommern“ vor Corona deutlich umfangreicher war. „Im Team entschieden wir, was unter Einhaltung der Coronaregeln möglich ist. Ich bin froh, dass wir so viele Veranstaltungen machen können, die insgesamt ein rundes Bild ergeben“, sagt Guido Conradi vom städtischen Kulturbüro. 

 

Geplant sind zwei Open Air Kinos, eines im Ginsheimer Rathaushof (13.08., Film: Nightlife) und eines im Garten der Villa Herrmann Gustavsburg (20.08., Film: Catweazle). Beide Kinovorstellungen starten bei Einbruch der Dunkelheit, vorher sorgen Bands mit Live-Musik für eine angenehme Atmosphäre. Dass die Ginsheimer Veranstaltung nicht wie in den letzten Jahren am Altrheinkran stattfindet, begründet Guido Conradi mit Corona: „Am Altrhein ist zu viel los, um Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.“

 

Musikalisch französisch wurde es bereits am Sonntag, dem 11. Juli im Garten der Villa Herrmann. In Kooperation mit dem Verein für Städtepartnerschaften holte die Stadtverwaltung die Band „Rouge Baiser“ auf die Open Air Bühne. Sie spielten bekannte Chansons sowie frische und freche Versionen aus der jungen Musikszene Frankreichs.

Am 21. August nimmt sich Kabarettist Holger Paetz das Klima zur Brust. „Liebes Klima, gute Besserung!“ lautet der Titel seines Programm.

 

Keine Weinspitze – keine Eventgastronomie

Da der Zulauf beim Weinverkauf der Weinspitze erfahrungsgemäß groß war und auch die Grillspezialitäten und Cocktail-Kreationen bei den Open-Air-Veranstaltungen für Schlangenbildung sorgten, verzichtet das Kulturbüro der Stadt in diesem Jahr auf beides. „Snacks und Getränke werden jedoch bei allen Veranstaltungen angeboten“, so das Kulturbüro.

 

Kein Jazz im Kino – dafür im Bürgerhaus

Sehr glücklich ist Guido Conradi, dass die Veranstaltungsreihe „Jazz im Kino“ seit Ende Juni im Gustavsburger Bürgerhaus fortgesetzt wird. Auch wenn der Zulauf beim ersten Jazz-Event noch zurückhaltend war, ist er optimistisch, dass die Konzerte am 29.07. (Dömling Wagner Mackenthun) und 26.08. (Stephan Völker „Tribute to Antonio Carlos Jobim“) zu alter Stärke zurückfinden. Positiv ist, dass durch den Ortswechsel von den Burg-Lichtspielen (daher der Veranstaltungsname „Jazz im KINO“) ins Bürgerhaus trotz Corona 80 Personen teilnehmen können. 

 

Für die Zeit nach dem Kultursommer hofft das Kulturbüro den Kinobetrieb in den Burg-Lichtspielen Gustavsburg wieder aufzunehmen. Bereits letztes Jahr erstellte Tino Aigner, der für die Disponierung der Filme zuständig ist, ein ausgeklügeltes Hygienekonzept mit Einbahnstraßenreglung, nummerierten Sitzplätzen uvm., dass – je nach Anzahl der Haushalte – zwischen 25 und 35 Zuschauern den Kinobesuch pro Vorstellung ermöglichte.

Es ist ein positives Zeichen für Kunst und Kultur, dass nach neun Monaten Zwangspause ab August endlich wieder Kinofilme über Leinwände in Ginsheim-Gustavsburg flimmern. Mein besonderer Dank gilt Sabine, Tino und Guido vom Kulturbüro, die es in dieser besonderen Zeit schafften ein Kulturprogramm auf die Beine zu stellen, das Kino, Konzerte und Kabarett vereint. Wir vom Vorstand des Vereins drücken die Daumen, dass es mit dem Kinoneustart im September in den Burg-Lichtspielen klappt. Selbstverständlich kann das Kulturbüro weiterhin auf unsere Unterstützung zählen.

Wolfgang Löblein, Vorstand Freunde der Burg-Lichtspiele Mainspitze e.V.




15.07.2021