Mit dem Benefizkonzert „Good News“ hat der Frauenchor More than Ten am Samstag die evangelische Kirche in Ginsheim bis auf den letzten Platz gefüllt. In stimmungsvollem Licht und vor voll besetzten Reihen verband das Ensemble Musik mit einem klaren Anliegen: Spenden für ein Hilfsprojekt zur digitalen psychologischen Unterstützung von Frauen in Afghanistan zu sammeln.
Musik mit Haltung
Der unkonventionelle Frauenchor aus der Mainspitze wurde 2022 gegründet und zählt derzeit 14 Sängerinnen im Alter von 40 bis 67 Jahren. Unter dem Motto „More than Ten“ versteht sich das Ensemble nicht nur als Chor, sondern als Gemeinschaft, in der jede Stimme zählt. Vielfalt, Respekt und gesellschaftliches Engagement stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Musik.
Seit April 2024 liegt die musikalische Leitung in den Händen von Pascal MarZné, der den Chor auch am Klavier begleitete. Unterstützt wurde das Konzert von Vico Hinrichsen an der Percussion und Vassiliki Boukogianni am Bass.
Gute Nachrichten als roter Faden
Das Konzertprogramm stand unter dem Titel „Good News“ – und dieser Name war Programm. Die einzelnen Stücke wurden humorvoll und zugleich nachdenklich mit wahren positiven Nachrichten aus aller Welt verbunden. So wurde etwa das französische Lied „Vois sur ton chemin“ mit der Nachricht angekündigt, dass in Frankreich ausgediente Weihnachtsbäume zur Stabilisierung von Stränden genutzt werden, um Erosion zu verhindern.
Musikalisch spannte der Abend einen weiten Bogen – von „You Are the Sunshine of My Life“ über „Believer“ und „Flowers“ bis hin zu den Zugaben „One of Us“ und „Wind of Change“. Zwischen leisen Tönen und kraftvollen Arrangements zeigte sich der Chor vielseitig und präsent. Der Applaus des Publikums schwoll dabei immer wieder wie eine Welle durch das Kirchenschiff.
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Hilfe für Frauen in Afghanistan
Der Eintritt erfolgte auf Spendenbasis. Der Erlös des Abends kommt einem Projekt zugute, das gemeinsam mit dem Frankfurter Verein Hami e.V. umgesetzt wird. Unterstützt wird die digitale psychologische Beratung von Frauen in Afghanistan – einem Land, in dem Frauen zunehmend entrechtet werden und oft kaum Zugang zu unabhängiger Hilfe haben.
„Hami“ bedeutet übersetzt „Beschützer“ oder „Verteidiger“ – ein Name, der den Kern des Projekts treffend beschreibt. Gerade dort, wo Frauen nicht einmal mehr öffentlich singen dürfen, wurde die Musik des Abends zu einem stillen, aber deutlichen Zeichen der Solidarität.
Ein Abend, der nachhallt
Die voll besetzte Kirche, das farbige Licht und die spürbare Aufmerksamkeit des Publikums verliehen dem Konzert eine besondere Atmosphäre. Musik wurde an diesem Abend nicht nur gehört, sondern wie ein Lichtstrahl in den Raum getragen – warm, klar und mit Wirkung über den letzten Ton hinaus.
Text und Fotos: Klaus Friedrich
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Do, 18.06.2026 | Anzeigenschluss » Fr, 12.06. (16 Uhr) | Redaktionsschluss » Mo, 15.06. (16 Uhr)
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