Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

bereitet auch Müttern ein großes Vergnügen

Mehr als ein halbes Jahrhundert ist es her, dass der WDR das Kinderbuch Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt verfilmte. Die abenteuerliche Geschichte eines erfinderischen Jungen, der einem Roboter bei der Bewältigung von Prüfungsaufgaben hilft. Ganz im Sinne von Boy Lornsen, der mit diesem Erstlingswerk 1968 auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendbuchpreises gelangte. Am Sonntag, den 14.05. begeisterte das Theater con Cuore im voll besetzten „Achterbähnchen“ Kinder und Ihre Eltern.

 


Weiter gehts mit dem „Achterbähnchen“ im Kultursommer. Vom 25.06. und 16.7. präsentiert der Achterbahn e.V. immer sonntags um 15 Uhr kindgerechte Künstlerprogramme im Biergarten am Burgpark Gustavsburg. Der Eintritt ist frei. Anmeldung und Infos unter www.achterbahnshow.de.



So mancher Zeitgenosse wird sich daran erinnern, als seinerzeit Mario­netten via Bluescreen-Technik über fantasievoll projizierte Landschaftern wandelten und man das seltsame Verkehrsmittel aus der Pantoffelkino-Perspektive wahrnehmen durften.

Dass die Spielhandlung auch weiterhin einen besonderen Reiz für kleine Kinder erfährt, war am Sonntagvormittag in den Burg-Lichtspielen  zu konstatieren. Da hatte das Theater con Cuore aus Schlitz mal wieder Gustavsburg als Spielwiese für Marionetten und Figuren entdeckt. Sehr zur Freude für Väter und natürlich auch die Mütter, die an diesem Tag eine Stunde lang mitreisen konnten. Für Virginia und Stefan Maatz wiederum eine Gelegenheit, gleich mehrere Sprechrollen zu besetzen. Der Protagonist heißt Tobias Findteisen, genannt Tobbi, der in die dritte Klasse der Grundschule der Erfinder geht. Er kennt alle Konstruktionspläne und fühlt sich in der Lage, ein besonderes Verkehrsmittel zu bauen, ein multifunktionsfähiges Ding. Ein Rotor, wie bei einem Hubschrauber, der sich rasend schnell über die Erde bewegt, dann aber auch blitzschnell wie ein Auto fahren kann oder auf dem Wasser eingesetzt wird. Als Treibstoff dient eine Flasche Himbeersaft. Jetzt kann die Reise endlich losgehen. Der kleine Roboter braucht die Hilfe von Tobbi. Drei schwere Aufgaben sind zu bewältigen. Auf der Nordsee-Insel lebt seit 25 Jahren der Leuchtturmwärter Matthias, der sich beim Kopfrechnen doch etwas schwertut. Wie viele Stufen muss er denn täglich hochsteigen? 148 plus 5, das ergibt 153. Am Nordpol muss herausgefunden werden, was es mit dem Buchstaben „Z“ auf sich hat. Professor Obendrauf ist ein Polarforscher, kennt aber nur seine Vornamen Peter und Pau. Den Zacharias hat er vergessssen. Ein zerstreuter Professor. Jetzt gilt es noch die dritte Prüfungsaufgabe zu lösen. Da erscheint das Ungeheuer „Nessie“, das tatsächlich mit 65 Meter und 13 Zentimeter riesengroß ist.  Letzten Endes wird in Schottland auch das dreieckige Plum Pudding Castle aufgespürt, dank der Hilfe der hysterischen Maus. Sir Joshua ist ein Zaubergraf, der aus Silber Gold machen will, alles aber nur fauler Zauber. Gemeinsam fliegen alle nach Hause. Robbi hat dank Tobbi alle Prüfungen bestanden und kommt jetzt in die vierte Robot-Klasse. Ein tolles Programm für Kleine und Große!

Norbert Fluhr


18.052023