Buntes Kinderfest verbindet

Spiel, Engagement und Gemeinschaft in Bischofsheim

Bunt wie ein Kaleidoskop präsentierte sich das Bischofsheimer Kinderfest am Samstag, 9. Mai, auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Zwischen 13 und 19 Uhr verwandelte sich das Gelände in einen farbenfrohen Treffpunkt für Familien, Vereine und Institutionen – voller Spiel, Musik, Begegnung und ehrenamtlichem Engagement. 

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Das Programm auf der Bühne und rund um den Platz wurde von Bischofsheimer Vereinen, der Jugendpflege, Kindergärten und Kinderchören gestaltet. Tanzaufführungen, musikalische Beiträge und Mitmachaktionen verliehen dem Nachmittag ein lebendiges Bild – bunt nicht nur in Farben, sondern auch in Ideen und Beteiligung.

Für Spiel und Spaß sorgten zahlreiche Attraktionen: Ein Kletterturm lud zum Ausprobieren ein, die Tanzschule „Ditto’ Mobile Dance School“ begeisterte mit Breakdance-Workshops und beim Dosenwerfen des Fördervereins der Georg-Mangold-Schule war Geschick gefragt. Besonders beliebt war das Wasserlabyrinth der Jugendfeuerwehr Bischofsheim, bei dem Kinder spielerisch erleben konnten, wie Wasser gezielt eingesetzt wird, um einen Ball ans Ziel zu navigieren. Ergänzt wurde das Angebot durch Aktionen der Bücherei, der Jugendpflege und der Kommunalen Sozialarbeit.

Auch kulinarisch zeigte sich das Kinderfest vielfältig. Neben internationalen Speisen und kühlen Getränken erfreute sich vor allem das Eis des Bischofsheimer Eiscafés Venezia großer Beliebtheit. Laura Stringher präsentierte gemeinsam mit ihrem Vater die süßen Spezialitäten aus einem eigens dafür umgebauten Fiat 500 – ein Hingucker, der zum bunten Charakter des Festes passte. 


Besonders großes Interesse weckten die Ausstellungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Jugendfeuerwehr Bischofsheim. Das DRK nutzte das Kinderfest gezielt, um auf seine Kinder- und Jugendangebote aufmerksam zu machen. Seit August 2025 gibt es beim DRK Mainspitze-Ortsverein in der Kasteler Straße die Kindergruppe „Bambinis“. Jeden Dienstag von 16:30 bis 17:30 Uhr beschäftigen sich dort Kinder zwischen sechs und zehn Jahren spielerisch mit Theorie und Praxis der Rettungsdienste. Ab elf Jahren können Interessierte ins Jugendrotkreuz wechseln, dessen Treffen donnerstags ab 17:30 Uhr stattfinden. Wie nachhaltig diese Jugendarbeit wirkt, zeigen Beispiele wie Lucas, Sina und Nico. Was einst im Jugendrotkreuz begann, entwickelte sich weiter: Heute engagieren sie sich unter anderem in Sanitätsdiensten, im Katastrophenschutz und in der Rettungsdienstverstärkung.

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Auch die Jugendfeuerwehr blickt auf reges Interesse. Im Gespräch erläuterte der stellvertretende Jugendwart Lukas die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr. Bereits die Kinderfeuerwehr für Sechs- bis Zehnjährige erfreue sich großer Nachfrage – die Warteliste sei lang. Ab dem zehnten Lebensjahr können Kinder in die Jugendfeuerwehr wechseln, ehe am Ende des 17. Lebensjahres der Übergang in die Einsatzabteilung möglich ist. Gemeindebrandinspektor Felix Bayer zeigte sich erfreut darüber, dass jährlich zwei bis drei Jugendliche den Weg in die aktive Wehr finden. Dies sichere die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr. 

Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war die Verleihung des Bürgerpreises 2025 auf der Bühne. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Sabine Bächle-Scholz (CDU), zeichnete die Kindergruppe Eulenspiegel e.V. aus. Gewürdigt wurde damit eine Elterninitiative, die seit 1985 Familien mit Kindern bis drei Jahren begleitet und heute rund 100 Mitglieder zählt. In ihrer Laudatio hob Sabine Bächle-Scholz die Bedeutung der Gemeinschaft hervor: Eulenspiegel sei weit mehr als eine Betreuungsmöglichkeit – vielmehr ein soziales Netzwerk, in dem Eltern Austausch finden und Kinder Freundschaften schließen, die oft über Kindergarten und Schule hinaus bestehen.

Auch unter den Besuchern fand das Kinderfest viel Zuspruch. Eltern lobten insbesondere die gute Organisation durch die Gemeindeverwaltung und den Wert des Angebots für Familien vor Ort. „Das Kinderfest ist ein wertvolles Angebot vor Ort“, sagte eine Mutter. Andere zogen Vergleiche zur Bedeutung der Kerb oder berichteten begeistert davon, wie ihre Kinder mit „funkelnden Augen“ die Angebote erlebten und selbst Interesse an ehrenamtlichem Engagement entwickelten. Besonders geschätzt wurde auch, dass junge Menschen selbst aktiv das Bühnenprogramm mitgestalteten.

Die Vorsitzende der Gemeindevertretung brachte den Charakter des Nachmittags schließlich auf den Punkt: Es sei schön zu sehen, wie sich die verschiedensten Vereine engagierten – von Tanzgruppen über kulinarische Angebote bis hin zu den „Blaulichtern“. Bürgermeisterin Lisa Gößwein sagte abschließend: „Das Kinderfest ist ein Fest für unsere Kinder und für unsere Gemeinschaft. Jede und jeder bringt etwas Besonderes ein: Vereine, Familien, Ehrenamtliche und natürlich die Kinder selbst. Gerade sie machen uns Erwachsenen vor, wie wichtig Zusammenhalt, Offenheit und das Miteinander sind. Beim Kinderfest stehen nicht Unterschiede im Vordergrund, sondern das, was uns verbindet. So bunt, herzlich und lebendig kann Bischofsheim sein.“



neuesausdermainspitze.de // 21.05.2026