Bernd Laun erhält Ehrenbrief des Landes Hessen

Bernd Laun zusammen mit Boris Rhein (links) und Paul Weimann, Vorsitzender VdK Hessen/Thüringen (rechts)

Eine besondere Ehrung wurde am Samstag, 20. Juni, auf dem Hessentag in Fulda einem engagierten Mitglied des Sozialverbands VdK zuteil: Bernd Laun erhielt den Ehrenbrief des Landes Hessen aus den Händen von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. 

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Die Auszeichnung würdigt seinen langjährigen und außergewöhnlichen Einsatz für Menschen mit Behinderung und für den Abbau von Barrieren im Alltag.

Im Rahmen des Landestreffens des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen betonte Ministerpräsident Boris Rhein die Bedeutung eines starken Sozialstaats. „Wer wissen will, wie stark ein Land wirklich ist, der sollte dorthin schauen, wo Menschen füreinander einstehen“, sagte Boris Rhein. Würde dürfe nicht von Einkommen, Gesundheit, Alter oder Herkunft abhängen. Ein starkes Hessen brauche deshalb auch eine starke soziale Stimme. „Es ist eine Anerkennung für die Unterstützung von Behinderten und bedürftigen Menschen“, sagt Bernd Laun.

Sein Weg ins Ehrenamt begann lange vor seinem Engagement im VdK. Von 1988 bis 1995 war Laun stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung der AOK Hessen auf Arbeitnehmerseite. Zudem engagierte er sich von 1986 bis 1995 in der Betriebskommission des Kreiskrankenhauses Groß-Gerau. Beim VdK setzt sich Bernd Laun mit großem Engagement für den Abbau von Barrieren im privaten und öffentlichen Raum ein. Er berät Menschen mit Behinderung sowie hilfsbedürftige Personen bei der Beseitigung von Hindernissen im Alltag, begleitet Umbauprojekte und unterstützt Betroffene oft über lange Zeiträume hinweg. Dabei reichen die Herausforderungen von einzelnen Treppenstufen am Hauseingang über schwierige Badsituationen bis hin zu umfangreichen Umbaumaßnahmen nach Krankheit oder im Alter.

Die Anforderungen an seine Arbeit haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Das Thema Barrierefreiheit werde heute deutlich stärker wahrgenommen als noch zu Beginn der 2000er-Jahre. Gleichzeitig steige die Zahl der Menschen mit Einschränkungen. Für die Zukunft wünscht sich Bernd Laun vor allem, dass sich auch junge Menschen stärker engagieren. „Damit das Ehrenamt weiterlebt und bedürftige Menschen Unterstützung bekommen“, sagt er. Barrierefreiheit sei nicht nur für ältere Menschen wichtig, sondern betreffe Menschen jeden Alters.

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Auch Hartmut Seitz, Vorsitzender des VdK GiGu, würdigt Bernd Launs Einsatz: „Für mich ist Bernd ein absolutes Vorbild.“ Besonders hebt Hartmut Seitz Launs Fachwissen im Bereich Barrierefreiheit hervor — sowohl in Bezug auf gesetzliche Vorgaben als auch auf deren praktische Umsetzung. Als aktuelles Beispiel nennt Hartmut Seitz den anspruchsvollen Einbau eines Rollstuhl-Lifts beim Radfahrerverein in Bischofsheim. Ebenso beeindruckend sei Launs langer Einsatz bei der Lösung der Aufzugssituation am Bahnhof Bischofsheim. Seit Monaten, teils Jahren, kämpfe er dort gemeinsam mit Verwaltung und Bahn um Verbesserungen.

Für Hartmut Seitz steht fest: Die Bedeutung von Barrierefreiheit wird in der Gesellschaft weiter zunehmen. Der Bedarf an Sensibilisierung und praktischen Lösungen sei groß.

Der Sozialverband VdK nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Mit Fachwissen, Beratung und konkreter Unterstützung vor Ort hilft der Verband, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen. Bernd Laun ist dafür ein herausragendes Beispiel, wie man mit persönlichen Einsatz tagtäglich dazu beiträgt, das Leben vieler Menschen zu verbessern.


neuesausdermainspitze.de // 02.07.2026