Die Buchhändlerin

Christina Müllender

Wenn man die Buchhandlung in der Villa Herrmann betritt, fühlt es sich an, als würde man eine neue Seite aufschlagen – eine, die schon beim Umblättern leise raschelt und verspricht, den Tag ein wenig heller zu machen. Hier, zwischen Regalen, die wie sorgfältig gebundene Kapitel stehen, schreibt Christina Müllender seit 2019 ihr eigenes Buchkapitel: das über eine lebenslange Liebe zu Geschichten.

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Christina stammt aus Rüsselsheim und sagt mit einem Augenzwinkern: „Früher habe ich gearbeitet – heute lese ich nur noch.“ Bevor sie die Buchhandlung vom Vorgänger übernahm, war sie viele Jahre als kaufmännische Angestellte bei Opel tätig. Doch die Bücher begleiteten sie schon immer – wie ein roter Faden, der sich durch alle Lebensphasen zieht. Es sei immer ihr Traum gewesen, eine eigene Buchhandlung zu besitzen. „Entweder Musikschule oder Buchhandlung“, sagt sie. Musik spielt in ihrem Leben nämlich ebenfalls eine große Rolle: Akkordeon, Klavier, Flöte – und sie sang im Chor.

 

Ein neues Kapitel: Corona Kaum hatte Christina die Buchhandlung übernommen, schrieb das Leben plötzlich ein Kapitel, das niemand bestellt hatte: Corona. Und doch meisterte sie es – mit Kreativität, Mut und neu gedachten Wegen. Bestellwege, Lieferservice, direkter Kontakt zu Kundinnen und Kunden – alles musste neu gebunden, neu sortiert, neu erzählt werden. „Gerade neu angefangen – und plötzlich war alles anders. Aber wir haben den Buchhandel eben neu gedacht.“

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Warum Lesen ein Schlüssel ist

Christina liebt Bücher als Weltenöffner: Krimis, die nicht zu blutig sind, und Literatur, die andere Kulturen und Erfahrungen sichtbar macht. Besonders am Herzen liegt ihr jedoch das Lesen für Kinder. Sie weiß: Wer früh und gerne liest, hat bessere Bildungschancen. „Schon zehn Minuten am Tag machen im Grundschulalter einen großen Unterschied.“ Eltern seien dabei wichtige Vorbilder. Und: Lesen ist eine wunderbare Pause von der digitalen Welt – egal ob das Buch gekauft oder ausgeliehen ist. Wenn Christina Autorinnen und Autoren für Schullesungen organisiert, sieht sie immer wieder, wie gebannt Kinder zuhören. „Lesen fördert Vorstellungskraft, Sprache und Verständnis – es ist wie ein Werkzeug, das man fürs ganze Leben braucht.“

Und passend zur Weihnachtszeit gibt es viele liebevoll ausgewählte kleine Schätze – ideal zum Wichteln oder für Adventskalender: Schlüsselanhänger, Schneekugeln, kleine Adventskränze und die beliebten Engel von Brunhilde Mander, deren Erlöse unter dem Motto „Engel helfen Forschen“ an den Mukoviszidose e.V. gehen. Natürlich gibt es auch Gutscheine, die in der Vorweihnachtszeit besonders gefragt sind – ein Geschenk, das wie ein leeres Blatt wartet, um mit einer neuen Geschichte gefüllt zu werden.

Gemeinsam mit den Freunden der Burg-Lichtspiele e.V. lädt Christina zu besonderen Lese-Events ein – eine Mischung aus Literatur und Kultur, frei zugänglich und offen für alle: 15.12.: „Winterträume im Château“ mit Mareen Knoth | 28.01.: Krimilesung „Schandweihe“ mit Helge Weichmann. Die Veranstaltungen finden in den Burg-Lichtspielen Gustavsburg statt. Eintritt frei.

Die Buchhandlung in der Mozartstraße 3 hält stets aktuelle Titel bereit und kann nahezu jedes Buch über Nacht bestellen – ein Service wie ein schneller Zeitsprung von einer Seite zur nächsten.

Wer die Buchhandlung in der Villa Herrmann besucht, schlägt nicht nur eine Tür auf – sondern ein neues Kapitel. Und vielleicht nimmt man beim Hinausgehen schon die nächste Geschichte mit nach Hause.                                            

Axel S.

 

Zwischen Pappe, Papier und Phantasie – das Sortiment

Die Buchhandlung ist ein kleines Universum:Kinderbücher für jede Altersstufe: Krimis, Belletristik, Fantasy | Kochbücher, regionale Titel | Kalender, Stifte (besonders beliebt: Lagami-Stifte zum Wegradieren) | Weihnachtskarten – darunter die besonderen Bewegkarten aus deutscher Herstellung | Puzzle, Spiele



neuesausdermainspitze.de // 04.12.2025