Feierlicher Start der Gesamtkirchengemeinde Mainspitze

Am 25. Januar 2026 feierten Besucher aus Bauschheim, Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg sowie Gäste aus Kommunen, Vereinen, dem Dekanat und der katholischen Gemeinde in der Evangelischen Kirche Ginsheim die Gründung der neuen Evangelischen Kirchengemeinde Mainspitze. 

 

Das Thema „Neues und Veränderung“ prägte den Gottesdienst. Pfarrerin Schneider-Oelkers sagte, die neue Kirchengemeinde müsse „neue Wege finden und neue Schritte wagen“. Menschen blickten dabei oft eher zurück als nach vorn. „Lieber trauern wir Vergangenem nach, als auf Zukünftiges zu hoffen“ führte sie aus und betonte zugleich, dass Hoffnung und Beherztheit mitschwingen. 

Pfarrerin Meckbach sprach von Zweifel und Angst, aber auch von Freude und Vertrauen. Sie ergänzte, dass „wir aufbrechen, über unsere Grenzen hinweg wachsen – geografisch, menschlich und im Glauben.“ In der Lesung erinnerte Pfarrerin Vetter-Jung daran, dass verschiedene Gaben, Ämter und Kräfte durch denselben Geist verbunden sind – zum Nutzen aller.

 

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Alles neu

Pfarrerin und Dekanatssynodalvorständin Stefanie Bischof griff in ihrer Predigt den Bibelvers „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ auf. Diese Versprechen könne für manche auch Anstrengung, Abschied und Wut bedeuten, vor allem, da der Zusammenschluss der Gemeinden nicht freiwillig war. Gleichzeitig unterstrich sie: Die vier Gemeinden gingen den Weg gemeinsam und dürften neugierig, mutig und zuversichtlich sein.

 

Bewährtes bleibt

Bischof ordnete den Vers ein und verwies auf den vorausgehenden Satz: „Siehe da die Hütte Gottes bei den Menschen.“ Um das Bild zu verdeutlichen, warf Bischof ein Pop-up-Zelt in den Altarraum und erklärte: Das von Luther mit „Hütte“ übersetzte griechische Wort „skēnē“ bedeute ebenso „Zelt“. Die Gemeinden lebten in einem solchen vorläufigen Zelt, bauten auf Bestehendem auf, erhielten Substanz, bewahrten Gutes und gestalteten Neues. Altes verliere seinen Wert nicht – Geschichte, Identität und Gebäude blieben. 

 

Vertraute Menschen

Auch das Verkündigungsteam bleibt erhalten: Marcus Bahnsen, Julia Christensen, Katharina Meckbach, Ellen Schneider-Oelkers und Claudia Vetter-Jung. Kontinuität zeigt sich zudem im Kirchenvorstand. Er setzt sich aus Mitgliedern der bisherigen Vorstände zusammen: Petra Hlubek-Archer, Dr. Sabine Laun-Donsbach, Reimund Weyer (Bauschheim), Hannah Bungeroth, Dr. Friederike Raquet, Magnus Treber (Bischofsheim), Peter Guthmann, Ingrid Komossa, Karin Langendorf (Ginsheim), Regina Eberle-Stoffel, Barbara Hartwig, Frauke Nussbeutel, Annette Pfau (Gustavsburg).

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Ökumenische Verbundenheit

Pfarrer Zirmer von der Katholischen Pfarrgruppe Mainspitze gratulierte und führte aus, dass ihnen auf dem „Pastoralen Weg“ ähnliche Veränderungen bevorstünden. Er hoffe, von den Erfahrungen der Evangelischen Gemeinde zu lernen. Beide Kirchen würden in der Zukunft gebraucht werden; für viele Menschen seien sie mit der Botschaft Jesu Lebenshilfe. Hätten sich mehr Menschen das Vorbild Jesu zu Herzen genommen, gäbe es möglicherweise viele gesellschaftliche Probleme nicht, gab er zu bedenken.

 

Mit Musik und Schwung

Die Feier wurde durch flotte passend ausgewählte Lieder bereichert. Die schwungvolle musikalische Begleitung kam von einem Spontanchor, den Armin Rauch initiiert hatte und leitete. Beim anschließenden Empfang spielten die Posaunenchöre aus Ginsheim und Bischofsheim unter Leitung von Michaela Hauf. Die Gäste kamen schnell ins Gespräch – orts-, konfessions- und altersübergreifend – über Gemeinde, Glaube und Zukunft.

Ingrid Komossa



neuesausdermainspitze.de // 29.01.2026