Live & Direkt: Kinderbetreuung am Limit

Wie angespannt die Lage in der Kinderbetreuung ist, zeigte am 26.01.eine weitere Ausgabe des Livestream-Formats „Politik to go“. Moderator Axel S. diskutierte mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern über fehlende Kita-Plätze, steigende Kosten und begrenzte Handlungsspielräume der Städte und Gemeinden.

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Teilgenommen haben Hannah Mohr (Die Linke), Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament Ginsheim-Gustavsburg, Thomas Wolf, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Bischofsheim, sowie der frühere Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg, Thies Puttnins- von Trotha, Vorsitzender der CDU. 

Kontrovers diskutiert wurde die Frage kostenfreier Kita-Plätze. Hanna sprach sich für Gebührenfreiheit aus und bezeichnete frühkindliche Betreuung als Gemeinschaftsaufgabe. Sie verwies auf Entlastungen für Familien und langfristige positive Effekte für Arbeitsmarkt und Steuereinnahmen. Thomas lehnte dies ab und plädierte für eine Beteiligung der Eltern an den Kosten. Thies machte deutlich, dass die Landeszuschüsse nicht ausreichten, um Kitas vollständig beitragsfrei zu stellen.

Deutlich wurde auch der Mangel an Plätzen. In Bischofsheim erhielten laut Thomas mehrere Dutzend Familien Absagen. Ursachen seien bauliche Engpässe und Verzögerungen. In Ginsheim-Gustavsburg liege die Betreuungsquote bei rund 95 Prozent, dennoch gebe es Lücken. Beim Personal sehen die Kommunen unterschiedliche Probleme. Während Ginsheim-Gustavsburg vergleichsweise stabil aufgestellt sei, kritisierte Thomas Defizite bei der Personalgewinnung in Bischofsheim. Hanna betonte die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte und guter Arbeitsbedingungen.Einigkeit bestand darin, dass ohne zusätzliche Mittel des Landes die Handlungsspielräume begrenzt bleiben. Die Diskussion zeigte: Der Bedarf ist hoch, Lösungen sind komplex – und dringend.

Foto+Text: Klaus Friedrich

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neuesausdermainspitze.de // 29.01.2026