In der traditionsreichen Buchhandlung in der Villa Herrmann drehte sich am vergangenen Samstag (21.2.) alles um spannende Geschichten, starke Stimmen und die Freude am Lesen: Der Vorlesewettbewerb brachte acht Schulsiegerinnen und -sieger der sechsten Klassen zusammen, die sich zuvor in ihren jeweiligen Schulentscheiden qualifiziert hatten. Sie vertreten die besten Vorleserinnen und Vorleser im Kreis Groß-Gerau Nord.
Der Wettbewerb war in zwei Runden gegliedert: Zunächst präsentierten die Teilnehmenden ausgewählte Passagen aus ihren Lieblingsbüchern. In der zweiten Runde wartete ein Fremdtext auf sie – gelesen wurde aus dem Jugendbuch „Die Kalendariogeschwister“. Hier kam es besonders auf Lesetechnik, Textverständnis und Ausdrucksstärke an. Mit dabei waren: Lina Madhi (Alexander-von-Humbold-Schule, Rüsselsheim), Yusra AdenAbdi (Gerhart-Hauptmann-Schule, Rüsselsheim), Lukas Müller (Max-Planck-Schule, Rüsselsheim), Nisa Yüksel (Sophie-Opel-Schule, Rüsselsheim), Luisa Velten (Immanuel-Kant-Schule, Rüsselsheim), Daniel Alms (Neues Gymnasium Rüsselsheim), Alesia Nagel (IGS Mainspitze, Ginsheim), Sofia Lamhamdi (Anne-Frank-Schule, Raunheim). Sie alle beeindruckten das Publikum mit ihrer sicheren Vortragsweise und ihrer spürbaren Begeisterung für Bücher.
Die Bewertung übernahm eine fachkundige Jury: Jutta Westhäuser, ehemalige Lehrerin und Vorsitzende der Kulturstiftung GiGu, Brunhilde Mander, ehemalige Lehrerin der IGS Mainspitze, sowie Frauke Nussbeutel, Inhaberin des Mainspitz Verlages. Sie achteten besonders auf Lesetechnik, Interpretation und Textverständnis – keine leichte Aufgabe angesichts der starken Leistungen aller Teilnehmenden. „Die Jury hatte es schwer einen Sieger auszuwählen“, betonte Christina bei der Preisverleihung.
Sieger mit Fantasie und Spannung
Am Ende setzte sich Lukas Müller aus Rüsselsheim durch. In der ersten Runde las er aus seinem Lieblingsbuch Animox. Die Geschichte erzählt von dem zwölfjährigen Simon, der seine Gestalt wandeln kann und sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche nach den Teilen des Greifstabs begibt – einem mächtigen Artefakt, mit dem man die Welt der Animox beherrschen kann. Lukas überzeugte mit lebendiger Interpretation und sicherer Betonung. Liebevoll und souverän moderierte Christina Müllender die Veranstaltung. Sie betonte: „Lesen ist eine Superkraft.“ Ihr Wunsch sei es, dass alle Kinder sich die Freude am Lesen bewahren und andere mit dieser Begeisterung anstecken.
Lesen als bundesweite Bewegung
Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und gehört zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Rund 600.000 Schüler:innen der sechsten Klassen beteiligen sich. Der Wettbewerb beginnt im Oktober an den Schulen und führt über regionale und Landesentscheide bis hin zum Bundesfinale im Juni.
Die Buchhandlung in der Villa Herrmann bietet dafür den passenden Rahmen: gut sortiert, persönlich geführt – und bestellte Bücher liegen meist schon am nächsten Tag zur Abholung bereit.
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„Lesen stärkt Empathie, Sprachgefühl und Fantasie. Der Vorlesewettbewerb zeigt, wie lebendig Literatur sein kann. Es ist wichtig, dass wir vor Ort eine engagierte, inhabergeführte Buchhandlung haben, die solche kulturellen Ereignisse möglich macht. Wer hier einkauft, unterstützt den regionalen Handel und investiert in Bildung, Begegnung und kulturelle Vielfalt.“
Frauke Nussbeutel (Inhaberin Mainspitz Verlag)
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Do, 18.06.2026 | Anzeigenschluss » Fr, 12.06. (16 Uhr) | Redaktionsschluss » Mo, 15.06. (16 Uhr)
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